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Synagoge Israelitischer Tempel

Die Synagoge von Triest wurde 1908-12 nach einem Entwurf von Ruggero Berlam in Zusammenarbeit mit seinem Sohn Arduino errichtet und ersetzte die vorherigen vier kleineren Synagogen.
Sinagoga Tempio Israelitico
Der Triester israelitische Tempel ist einer der größten Europas; in der Tat zählte die israelitische Gemeinde von Triest zur Zeit seines Baus 5.000 Mitglieder und spielte eine wichtige Rolle im wirtschaftlichen und kulturellen Leben von Triest.


1938 wuchs die Gemeinde auf 6000 Mitglieder an, aber nach der Ausrufung der Rassengesetze durch Mussolini (was 1938 ausgerechnet hier auf der Piazza dell'Unità di Italia stattfand) und dann noch mehr nach 1943, in der Zeit der deutschen Besatzung, führten die Nazis grausame Razzien und Verfolgungen durch und richteten schließlich sogar das Konzentrationslager in der Risiera di S. Sabba, das einzige seiner Art in Italien, ein. 710 Juden der Stadt wurden deportiert.
Am Kriegsende 1945 waren in Triest lediglich 2300 Juden zurückgeblieben. Heute zählt die jüdische Gemeinde etwa 700 Mitglieder.

Sinagoga Tempio Israelitico
Aber die jüdische Gemeinde hat weit tiefer reichende Wurzeln.
In der Tat ist das älteste offizielle Dokument, das von einer jüdischen, wenn auch kleinen Siedlung zeugt, auf 1236 datiert. Es handelt sich um eine notarielle Urkunde, die den Juden Daniel David von Triest erwähnt, der 500 Mark ausgab, um Diebe zu bekämpfen, die auf dem Karst ihr Unwesen trieben.

Architektonisch bietet die Synagoge mit ihren mittelöstlich anmutenden Verzierungen und stilisierten jüdischen Symbolen einen recht originellen Anblick.
Die große zentrale Kuppel ist nur aus der Ferne sichtbar, während die Halbkuppel und die kleinen seitlichen Kuppeln vom Platz und den angrenzenden Straßen aus gut zu erkennen sind.

 

Sinagoga Tempio Israelitico (Synagoge Israelitischer Tempel)

via S. Francesco d'Assisi, 19


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